dfb away_120x600

Fussballspezifisches Konditionstraining

Ausdauertraining

  • Kann fast immer mit Ball stattfinden
  • Fußballspezifische Ausdauer besteht nicht nur aus sturem
        Rundenlaufen (auch wenn viele Trainer das vielleicht denken).
        Vielmehr beinhaltet sie ständige Richtungs- und Tempowechsel.
  • Fußballer, die 90 Minuten in einem Tempo über den Platz schleichen,
        haben im modernen Fußball eigentlich keine Daseinsberechtigung.
  • Zuviel Grass gefressen... Ausdauertraining kann sehr gut in Übungsformen mit technisch-taktischem Inhalt verpackt werden, die als Parcours ablaufen (ohne Pausen). Wenn man hier verschiedene technische Elemente einbringt, kann man sogar zusätzlich die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit trainieren.

    Die wichtigste Trainingsform für das fußballspezifische Ausdauertraining sind jedoch große Spielformen. Bei diesen sollte darauf geachtet werden, dass der konditionelle Anspruch auf jeden Fall erfüllt wird. Wichtig: großes Spielfeld, motivierende Anweisungen des Trainers, den Spielern sollte der Sinn (Ausdauertraining) bewusst sein. Das beste Ausdauertraining ist ein Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner.

    Schnelligkeitstraining

    Reines Schnelligkeitstraining (das der Verbesserung der Höchstgeschwindigkeit bzw. des Antritts dient) sollte immer in ausgeruhtem, aber gut aufgewärmtem Zustand stattfinden. Auf diesem Grundsatz basierend sollte es somit an den Anfang des Hauptteils gelegt werden und in eine Trainingseinheit, in der die Spieler vollständig regeneriert sind.

    Grundsätze des Schnelligkeitstrainings:

  • Alle Aktionen müssen mit maximaler Geschwindigkeit ablaufen.
  • Die Pausen müssen so lange sein, dass sich die Spieler
        vollständig erholen können.
  • Die Zeichengebung durch den Trainer sollte optisch sein, d.h.
        z.B. Trikot fallen lassen, Arm heben, gerade oder ungerade
        Fingerzahl zeigen (Auswahlreaktion). Optische Reize entsprechen den
        Anforderungen im Spiel und fördern die Konzentration.
  • Beim eigentlichen Laufen sollten azyklische Bewegungen notwenig
        sein (d.h. Haken schlagen, seitwärts laufen, Drehungen; zusätzlich
        koordinative Elemente wie Sprungkombinationen, Stangenwald,
        Hindernisse.
  • Es gilt also: Im Fußball läuft man selten einfach geradeaus,
        also sollte man auch nicht so trainieren.
  • Richtige Distanz für Sprints: maximal 30m, besser 15-10m.
  • Mögliche Trainingsformen:

  • Um 100% Einsatz zu erreichen bieten sich immer Wettkämpfe
        zwischen zwei Gruppen an.
  • Fangspiele eignen sich hervorragend zur Schnelligkeitsschulung und
        enthalten viele azyklische Bewegungsformen (Drehung,
        Körpertäuschung, Zwischenspurt etc.).
  • Beispiele: Kettenfangen, Trikotfangen, 1:1-Fangen u.ä.
  • Auch 1:1-Wettläufe mit Ball und abschließendem Torschuss können
        genutzt werden (Motivationsaspekt). Dabei ist ggf. darauf zu achten,
        dass der Spieler ohne Ball einen längeren Weg hat (u.U. Aufbau
        anpassen).